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Die Sonnenfinsternis am 19.04.2004 im Über- und Rückblick
Was war zu sehen?
Links zur Sonnenfinsternis am 19.04.2004
DIE SONNENFINSTERNIS AM 19.04.2004 IM ÜBER- UND RÜCKBLICK
Am 19.04.2004 fand eine partielle Sonnenfinsternis statt (Diagramm von Fred Espenak), deren Sichtbarkeitszone sich von der antarktischen Halbinsel bis nach Madagaskar erstreckte. Sie war sowohl auf dem antarktischen Festland zwischen dem 60. Längengrad West und dem 60. Längengrad Ost als auch auf allen subantarktischen Inseln von den South Shetlands im Westen bis Crozet im Osten zu sehen, außerdem auf der (bewohnten) Insel Tristan da Cunha im Südatlantik. Am Nachmittag erreichte der Halbschatten des Mondes nahe Kapstadt den afrikanischen Kontinent, um danach alle Länder des südlichen Afrika und kurz vor Sonnenuntergang auch Madagaskar zu überstreichen. Kurz zuvor wurde im südlichen Indischen Ozean bei einem Punkt 61°35'19'' südlicher Breite und 44°19'34'' östlicher Länge im Augenblick des lokalen Sonnenuntergangs mit knapp 66% Bedeckung (Magnitude 0.735) das Maximum dieser Finsternis erreicht. Im südlichen Afrika verschwanden nirgendwo mehr als 40% der Sonnenscheibe hinter dem Mond. Mit einer wahrnehmbaren Lichtabschwächung war daher nicht zu rechnen.
Diese Sonnenfinsternis fand praktisch keine Beachtung, es gibt nur ganz wenige Fotodokumente aus dem südlichen Afrika.

Ablauf der Sonnenfinsternis am 19.04.2004
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Bedeckungsgrad der Sonnenscheibe für verschiedene Orte im südlichen Afrika.
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Maximum der partiellen SoFi am 19.04.2004 bei Sonnenuntergang auf 61°35'19''S/44°19'34''E, 65.8% der Sonnenscheibe bedeckt.
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Finsternismitte in Kapstadt am 19.04.2004 ; 39.4% der Sonnenscheibe bedeckt.
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Finsternismitte in Windhoek am 19.04.2004 ; 21.3% der Sonnenscheibe bedeckt.
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Finsternismitte in VicFalls am 19.04.2004 ; 15.0% der Sonnenscheibe bedeckt.
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Alle Diagramme wurden erstellt mit WIN-ECLIPSE 3.0 von Heinz Scsibrany.
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WAS WAR ZU SEHEN?
Die SoFi am 19.04.2004 ist partiell, da der Kernschatten des Mondes die Erde verfehlt. Je nach Beobachtungsstandort bedeckt der Mond bis zu 2/3 der Sonnenscheibe. Bedeckungsgrade in dieser Größenordnung führen nur zu einer sehr subtilen, aber deutlich wahrnehmbaren Abschwächung und Farbänderung des Tageslichtes. Eine oft als "seltsam", bezeichnete, schwer zu beschreibende Stimmung breitet sich aus. Der verbleibende Teil der Sonnenscheibe strahlt unverändert einige hunderttausendmal heller als der Vollmond vom Himmel. Eine partielle SoFi darf deshalb in allen Phasen nur durch spezielle Schutzbrillen oder indirekt - mit Hilfe einer Projektion - beobachtet werden. Lesen Sie hierzu bitte den Artikel von Fred Espenak.
Weil das nicht verfinsterte Segment der Sonne so extrem hell ist, werden keine Sterne oder Planeten sichtbar. Alle die für totale oder ringförmige SoFis charakteristischen Phänomene treten nicht auf. Eine partielle Sonnenfinsternis wie die vom 19.04.2004 ist zwar ein interessantes, aber wenig spektakuläres Naturphänomen. Insbesondere gilt das im speziellen Fall für das südliche Afrika, wo etliche Touristen aus Mitteleuropa Zeugen dieser SoFi werden dürften. Bei Bedeckungsgraden von 40% oder weniger werden Sie ohne Hilfsmittel wie Schutzbrillen oder Projektionen nicht merken, dass dort oben am Himmel etwas Ungewöhnliches vor sich geht.
LINKS ZUR SONNENFINSTERNIS AM 19.04.2004
VORBERICHTE
Alexander Birkner: Die partielle Sonnenfinsternis am 19. April 2004
Johannesburg Planetarium: 19th April partial eclipse of the Sun
Patrick Rocher: Éclipse partielle du 19 avril 2004
Anthony & Christopher Seal: Eclipse Information 2004
BERICHTE & FOTOS
Cape Argus vom 20.04.04: Sun loses some shine in partial eclipse
Jay Pasachoff: Fotos aus Südafrika
Brian Seals: 2004 - Bamboo Club, Madagascar
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