|
Berichte und Fotos
Die Sonnenfinsternis am 11.09.2007 im Über- und Rückblick
Was war zu sehen?
Links zur Sonnenfinsternis am 11.09.2007
DIE SONNENFINSTERNIS AM 11.09.2007 IM ÜBER- UND RÜCKBLICK
Am 11.09.2007 fand eine partielle Sonnenfinsternis statt (Diagramm von Fred Espenak), deren Sichtbarkeitszone sich vom Äquator südwärts über den Südamerika bis in die Antarktis erstreckte. Sie war sowohl auf dem antarktischen Festland zwischen dem 90. Längengrad West und dem 60. Längengrad Ost als auch auf den subantarktischen Inseln von den South Shetlands und Falkland im Westen bis Bouvetøya im Osten zu sehen, außerdem auf der (bewohnten) Insel Juan Fernandez im Ostpazifik. Am Vormittag überstrich der Halbschatten des Mondes zunächst den südamerikanischen Subkontinent, bevor im südlichen Pazifik bei einem Punkt 61°00'08'' südlicher Breite und 90°09'59'' westlicher Länge im Augenblick des lokalen Sonnenaufgangs mit knapp 68% Bedeckung (Magnitude 0.749) das Maximum dieser Finsternis zu verzeichnen war. Im südlichen Südamerika (Patagonien, Feuerland) wurden nur unwesentlich geringere Bedeckungsgrade erreicht, so z.B. in Punta Arenas 62,8%.
Von der Sonnenfinsternis am 11.09.2007 sind nur wenige Fotos veröffentlicht worden; wie zu erwarten fand sie in der internationalen astronomischen Szene nur geringes Interesse.

Ablauf der Sonnenfinsternis am 11.09.2007
|

|

Bedeckungsgrad der Sonnenscheibe für verschiedene Orte in Patagonien
|

Maximum der partiellen SoFi am 11.09.2007 bei Sonnenaufgang auf 61°00'08''S/90°09'59''W, 67.7% der Sonnenscheibe bedeckt.
|

Finsternismitte in Punta Arenas am 11.09.2007; 62.8% der Sonnenscheibe bedeckt; Sonne 10.8° über dem Horizont.
|

Finsternismitte in Valdivia am 11.09.2007; 53.2% der Sonnenscheibe bedeckt; Sonne 8.7° über dem Horizont.
|

Finsternismitte in Rio de Janeiro am 11.09.2007; 13.7% der Sonnenscheibe bedeckt.
|
|
Alle Diagramme wurden erstellt mit WIN-ECLIPSE 3.0 von Heinz Scsibrany.
|
WAS WAR ZU SEHEN?
Die SoFi am 11.09.2007 ist partiell, da der Kernschatten des Mondes die Erde verfehlt. Je nach Beobachtungsstandort bedeckt der Mond bis zu 2/3 der Sonnenscheibe. Bedeckungsgrade in dieser Größenordnung führen nur zu einer sehr subtilen, aber deutlich wahrnehmbaren Abschwächung und Farbänderung des Tageslichtes. Eine oft als "seltsam", bezeichnete, schwer zu beschreibende Stimmung breitet sich aus. Der verbleibende Teil der Sonnenscheibe strahlt unverändert einige hunderttausendmal heller als der Vollmond vom Himmel. Eine partielle SoFi darf deshalb in allen Phasen nur durch spezielle Schutzbrillen oder indirekt - mit Hilfe einer Projektion - beobachtet werden. Lesen Sie hierzu bitte den Artikel von Fred Espenak.
Weil das nicht verfinsterte Segment der Sonne so extrem hell ist, werden keine Sterne oder Planeten sichtbar. Alle die für totale oder ringförmige SoFis charakteristischen Phänomene treten nicht auf. Eine partielle Sonnenfinsternis wie die vom 11.09.2007 ist zwar ein interessantes, aber wenig spektakuläres Naturphänomen. Insbesondere gilt das im speziellen Fall für die Gegend um Rio de Janeiro, wo etliche Touristen aus Mitteleuropa Zeugen dieser SoFi werden dürften. Bei Bedeckungsgraden von 20% oder weniger werden Sie ohne Hilfsmittel wie Schutzbrillen oder Projektionen nicht merken, dass dort oben am Himmel etwas Ungewöhnliches vor sich geht.
LINKS ZUR SONNENFINSTERNIS AM 11.09.2007
VORBERICHTE
Astro!nfo: Partielle Sonnenfinsternis am 11. September 2007
Astronation: Partielle Sonnenfinsternis am 11. September 2007
Astronomy.com: Partial solar eclipse for some Southern Hemisphere observers
Clarín.com: Eclipse parcial de Sol con promesa de espectáculo
DiarioHoy: La Plata podrá observar el último eclipse solar del año
Fred Espenak: Eclipses during 2007
RPP Noticias: Eclipse solar será parcial
Space.com: South America to See Solar Eclipse
NEAR-LIVEBILDER
Astronation
BERICHTE UND FOTOS
Clarín.com: Bericht und Videos aus Argentinien
Jay Pasachoff: Bericht und Foto von einem Flug über Argentinien
Jay Pasachoff: Bericht und Fotos von seiner gesamten Reise
"Kaká": Foto aus Brasilien (685 kb)
Guilherme Grassmann: Video aus Brasilien (685 kb)
Jörg Schoppmeyer: Fotos aus Brasilien
Jan Hattenbach: Fotos aus Peru
|