AUFGANG DER SICHELSONNE

PARTIELLE SONNENFINSTERNIS AM 04.01.2011

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Die Sonnenfinsternis am 04.01.2011 im Überblick

Was ist zu sehen?

Links zur Sonnenfinsternis am 04.01.2011




DIE SONNENFINSTERNIS AM 04.01.2011 IM ÜBERBLICK

Am 04.01.2011 findet eine partielle Sonnenfinsternis statt (Diagramm von Fred Espenak), deren Sichtbarkeitszone Nordafrika, Westasien und fast ganz Europa umfasst. Das Maximum der Finsternis wird unweit der nordschwedischen Stadt Skellefteå bei 64°39'30'' nördlicher Breite und 20°50'22'' östlicher Länge erreicht. Dort werden knapp 80% der Sonnenscheibe (magnitude 0.86) vom Mond bedeckt. Bevor man eine Reise dorthin ins Auge fasst, sollte man bedenken, dass dieser Bedeckungsgrad dort bei Sonnenaufgang erreicht wird. In Mitteleuropa sin ddie Chancen, die Finsternis erfolgreich zu beachten, mindestens genauso gut, weil die Sonne hier wenigstens ein paar Fingerbreit über dem Horizont steht. Zudem werden auch bei uns beachtliche Bedeckungsgrade von durchschnittlich etwa 70% (s. Diagramme und Karte) erreicht. Wir sitzen also bei dieser Sofi mehr oder weniger in der ersten Reihe. Wenn das Wetter denn auch mitspielt, sind alle Zutaten für einen gelungenen astronomischen Auftakt der 2. Dekade des 21. Jahrhunderts vorhanden.


Animation des Finsternisverlaufs
Ablauf der Sonnenfinsternis am 04.01.2011


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Bedeckungsgrad der Sonnenscheibe für verschiedene Orte in Mitteleuropa und Ablauf der Sonnenfinsternis in Flensburg von Sonnenaufgang bis Finsternisende.


Maximum der partiellen Sonnenfinsternis am 04.01.2011
Maximum der partiellen SoFi am 04.01.2011 bei Sonnenaufgang auf 64°39'30''N/20°50'22''E, 79.8% der Sonnenscheibe bedeckt.

Finsternismitte in Flensburg am 04.01.2011
Finsternismitte in Flensburg am 04.01.2011; 74.4% der Sonnenscheibe bedeckt; Sonne 3.3° über dem Horizont.

Finsternismitte in Genf am 04.01.2011
Finsternismitte in Genf am 04.01.2011; 63.4% der Sonnenscheibe bedeckt; Sonne 6.1° über dem Horizont.

Finsternismitte in Wien am 04.01.2011
Finsternismitte in Wien am 04.01.2011; 70.4% der Sonnenscheibe bedeckt; Sonne 10.9° über dem Horizont.

Alle Diagramme wurden erstellt mit WIN-ECLIPSE 3.5 von Heinz Scsibrany.




WAS IST ZU SEHEN?

Die SoFi am 04.01.2011 ist partiell, da der Kernschatten des Mondes die Erde knapp verfehlt. Je nach Beobachtungsstandort bedeckt der Mond mehr als 8/10 der Sonnenscheibe. Das hört sich nach viel an - aber: die verbleibende Sonnensichel ist immer noch etwa 50000fach heller als der Vollmond! Selbst wenn man wegen der Horizontnähe von einer Extinktion um bis zu 4 oder 5 Grössenklassen ausgehen kann, ist die Sichelsonne immer noch ein Objekt der -20. bis -21. Größenklasse mit etwa der 3000fachen Leuchtkraft des Vollmondes. Die verfinsterte Sonne darf deshalb in allen Phasen nur durch spezielle Schutzbrillen oder indirekt - mit Hilfe einer Projektion - beobachtet werden. Lesen Sie hierzu bitte den Artikel von Fred Espenak.
Eine partielle Sonnenfinsternis der beschriebenen Größenordnung ist zweifelsohne ein eindrucksvolles Naturereignis. Zum einen kommt es wegen des hohen Bedeckungsgrades der Sonne zu einer sehr deutlichen und unter Umständen geradezu gespenstischen Abschwächung und Farbveränderung des Tageslichtes, zum anderen gibt es wohl kaum ein faszinierendes Naturereignis als eine über dem Horizont schwebende Sonnensichel. Wohl bei jedem, der diesen Anblick am 31. Mai 2003 in Mitteleuropa genießen konnte, hat er einen tiefen und bleibenden Eindruck hinterlassen.
Bei der SoFi am 04.01.2011 sollte man auch etwas auf den Himmel achten: bei klarem Himmel wird ein gutes Stück rechts der Sonne, fast genau in Südrichtung, die Venus sichtbar werden. Ziemlich genau zwischen Venus und Sonne befindet sich der Merkur; er ist aber wohl zu lichtschwach, um sich bemerkbar zu machen. Man sollte nicht einmal auf die Idee kommen, ihn mit dem Fernglas suchen zu wollen - das Risiko, dass die Sonne versehentlich in das Blickfeld gerät, ist viel zu groß.

Himmelsanblick auf 50°N/10°E während der SoFi

Himmelsanblick zum Maximum der Finsternis am 04.11.2011, Blickrichtung Osten; Standort: 50°N/10°E. Diagramm erstellt mit RedShift 4




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